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SENTITE KAMMERORCHESTER

KOOPERATIONSKÜNSTLER

JAE-YONG CHOI     //   INSTALLATION KUNST

Jaeyong Choi(*1984 in Seoul)- abgeschlossenes Studium der Bildhauerei (College of Art & Design, Incheon Catholic University; Südkorea); gegenwärtiges Diplomstudium an der HGB Leipzig (Prof. Blank).

 

Bevorzugte Arbeitsmethoden sind Installation, Skulptur, Zeichnung und Fotografie. 20 Gruppenausstellungen der letzten drei Jahre in Seoul, Gwangju, Gyeonggi-do (Südkorea), Berlin, Chemnitz, Essen, Leipzig, Büdelsdorf, Köln, Wesseling, Tennenlohe (Deutschland), Napoli, Venedig (Italien), Belgrad (Serbien). Einzelausstellungen in Napoli (Galerie „Largo Baracche“, 2013) und in Seoul (Galerie DMC, 2013).

 

Ausgezeichnet mit dem Tennenloher Kunstförderpreis 2012 (2. Platz und Publikumspreis; Deutschland) und dem “7TH ARTE LAGUNA PRIZE” (“Special Prize Personal Exhibition”, 2013; Venedig, Italien).

 

 

Milky Way (Milchstrasse) -----------------------------------


Das Thema dieser Arbeit ist die „Vermehrung“. Vermehrung bedeutet lexikalisch „Erzeugung neuer Individuen durch schon vorhandene“ und meint dabei nicht nur die biologische Zellteilung, sondern kann auch den Einfluss der Kommunikation zwischen Menschen, Medien und ihrer Umgebung beinhalten. Die Vermehrung beginnt zwar mit geringfügigen Bindegliedern, aber nimmt allmählich an Umfang zu und übt nicht nur Einfluss auf die individuelle Veränderung, sondern auch auf die Gesellschaft, Kultur, Politik usw. aus. Ich möchte diese zwischenmenschliche Kommunikation als Vermehrung darstellen. Es gibt Verknüpfungen in allen Beziehungen und Kommunikationen. Diese existieren durch Wiederholungen und Verbindungen. Man kann es mit den zahlreichen Sternen im stillen und öden All vergleichen. So wie diese sind wir mit einem unsichtbaren Band unzählige Male und wiederholt miteinander verknüpft. Das Hauptmaterial dieser Arbeit sind Kabelbinder. Kabelbinder sind dünne Plastikschnüre, die in unserem Alltag die Preisschilder mit dem Produkt verbinden. Sie verbinden zwar zwei Dinge, aber diese sind völlig unterschiedlich und sind Bindeglieder, die den Materialismus ausdrücken. Nicht wegen des Wertes eines Produkts, sondern wegen seines Preises verändert sich der Wert. Die Methode „verbinden“ und so unterschiedliches zusammenbinden brachte mich vermutlich auf die Idee der Beziehung und Kommunikation. Kommunikation bedeutet einander verstehen ohne Missverständnisse. Aber wir können beobachten, wie diese Kommunikation, anders als beabsichtigt, ausartet und sich vermehrt. Ich möchte zeigen, dass diese einzelnen Beziehungen, wenn viele zusammenkommen, Gruppen bilden und diese Gruppen zu einer großen Gesellschaft geformt werden. Aber die Formen, die sich zu dehnen und zu reißen scheinen, bilden außer der visuellen Spannung die Unsicherheit, wann etwas reißen könnte. Ich spreche hierbei von einer unabhängigen Gesellschaft, die auf Individuen basiert und nenne diese „Vermehrungsgesellschaft“, denn Individuen können diese Gesellschaft zwar gestalten, aber durch Einflüsse von Gruppen kann diese Gesellschaft virenartig vermehrt und verbreitet werden. Das Bild dieser Vermehrung habe ich versucht visuell darzustellen wie die vielen Sterne im All, die die Milchstraße bilden.


 

Geboren in Seoul, Südkorea

Mitglied seit 01.01.2013

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